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ABC (Lauf-ABC)Läufer lernen das Alphabet am besten in Laufschulen oder -seminaren. Nicht nur für Anfänger, sondern auch für Fortgeschrittene sind die Übungen des Lauf-ABCs recht nützlich, denn sie verbessern die Lauf-Technik und vor allem die Koordination und Rhythmisierung. Typische Übungen sind: Kniehebelauf, Hopserlauf, Anfersen, Sprunglauf, Seitwärtslaufen, Seitwärtsüberkreuz. Aerob-(Anaerobe) SchwelleKennzeichnet die Konstanz von Kreislauf-, Atmungs- und Stoffwechselkriterien während einer allgemeinen dynamischen Arbeit. Sie gibt die Leistung an, bei der die Laktatkonzentration im Blut 4 mmol/l erreicht. Gut trainierte Ausdauersportler können innerhalb ihrer aerob-anaeroben Schwelle höhere Leistungen vollbringen als weniger gut trainierte Sportler, die früher in den anaeroben Bereich der Sauerstoffschuld und damit in die so genannte Übersäuerung (Laktaterhöhung) geraten. Trainingsexperten gehen davon aus, dass die Laktatschwelle bei Laufanfängern etwa einer Belastung von 80 % der maximalen Herzfrequenz entspricht. Bei gut trainierten Läufern liegt sie bei 88 – 90 % der maximalen Herzfrequenz (HFmax). Aerob-anaerober ÜbergangsbereichAuch Grundlagenausdauertraining II (GA II) genannt. Kohlenhydrate und Fette werden zu relativ gleichen Teilen zur Energiegewinnung benutzt. Ziel des Trainings in diesem Bereich ist es, die Grundlagenausdauer zu erhöhen. Die Durchschnittslaufgeschwindigkeit im Marathon- bzw. Halbmarathon entspricht einem GA II-Training. Aerobe AusdauerAuch Grundlagenausdauertraining 1 (GA1) genannt. Es bildet das Fundament des gesamten Lauftrainings. Etwa 70 – 80 % des gesamten Laufumfanges werden in diesem Bereich trainiert. Der Körper geht nur eine geringe Sauerstoffschuld ein und die Energie wird vorwiegend aus den Fetten gewonnen. Deshalb wird dieses Training auch »Fettstoffwechseltraining« genannt. Alaktazid (Anaerobes Training)Die Energiegewinnung im Körper läuft ohne Laktatbildung ab. Dieser Prozess ist bezogen auf die so genannte Startreaktion der antioxidativen Energiebereitstellung, die in der Muskulatur statt findet. AltersklassenBei Volksläufen und Wettkämpfen wird die Zeitwertung häufig in Altersklassen vorgenommen. Üblicherweise nach DLV-Richtlinien ab der Hauptklasse in 5er-Schritten: Hauptklasse (20 – 29 Jahre), AK 30 (30 – 34 Jahre), AK 35 (35 – 39 Jahre) AK 40 (40 – 44 Jahre) etc. Dabei werden Männer und Frauen getrennt gewertet. Bei einigen Wettkämpfen werden jedoch auch 10er-Schritte genommen, in seltenen Ausnahmefällen sogar auch Männer und Frauen gemeinsam gewertet. Zusätzlich zu den Altersklassen gibt es Mannschaftswertungen, bei denen meist die drei schnellsten Läufer eines Vereins gewertet werden. Anaerobes TrainingAktivierung der Zellen der schnell kontrahierenden Muskelfasern (FT-Fasern), welche die erforderliche Energie für das Sprinten liefern. Zu häufiges Training im anaeroben Bereich kann die Zellen jedoch überfordern oder gar schädigen. AnfängerfehlerHaupt-Anfängerfehler ist zu schnelles Laufen. Da die körperlichen Anpassungen (Adaptation) noch nicht vorhanden sind, ermüdet man oftmals sehr schnell und „wirft vor Enttäuschung das Handtuch“. Auch eine zu schnelle Steigerung der Trainingsbelastung kann langfristig Probleme mit sich bringen. Beispielsweise benötigt das Binde- und Stützgewebe zwei bis drei Jahre, um sich an die Laufbelastung anzupassen. AquajoggingLaufbewegungen im Wasser, die sich schonend auf das Gelenk auswirken. Da das Wasser einen höheren Widerstand als Luft entgegensetzt, ist das Aquajogging ideal zur Kräftigung. Insbesondere in der Rehabilitation oder während Verletzungen wird es von Sportlern ins Training eingebaut. Üblicherweise wird beim Aquajogging eine Wassertiefe genommen, bei der der Sportler noch Bodenhaftung hat. Es gibt unterschiedlichste Ausführungen von Hilfsmitteln, Gürteln, Anzügen, die für Auftrieb sorgen. AtemfrequenzDie Anzahl der Atemzüge pro Minute. In der Ruhe beträgt die Atemfrequenz ca. 15 – 20 Atemzüge/Minute. Während der Belastung werden Werte bis zu 70 Atemzüge/Minute erzielt. AufwärmenVor dem Training und insbesondere vor Wettkämpfen ist ein Aufwärmen (Erwärmung) von ca. 5 bis zu 30 Minuten ratsam. Dabei trabt man, macht leichte gymnastische Dehnübungen oder absolviert ein kleines Lauf-ABC. Sinn des Aufwärmens ist es, die Muskulatur zu erwärmen und sich physisch und mental auf die bevorstehende Belastung einzustimmen. AusdauerDie Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit. Sie wird als Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlichen Belastungen definiert. Entsprechend der Belastungszeit wird in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. Im Zusammenhang mit Kraft und Schnelligkeit wird auch von Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer gesprochen. Da die Wettkampfstrecken im Lauf sehr unterschiedlich sind – vom Mittelstreckenlauf (Mittelstrecke) bis Ultralangstreckenlauf (Supermarathon, Ultraläufe), werden auch differenzierte psychische und physische Anforderungen an die Wettkampfleistung gestellt. Diese Form der Ausdauer wird wettkampfspezifische Ausdauer genannt. AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Aerob-(Anaerobe) SchwelleKennzeichnet die Konstanz von Kreislauf-, Atmungs- und Stoffwechselkriterien während einer allgemeinen dynamischen Arbeit. Sie gibt die Leistung an, bei der die Laktatkonzentration im Blut 4 mmol/l erreicht. Gut trainierte Ausdauersportler können innerhalb ihrer aerob-anaeroben Schwelle höhere Leistungen vollbringen als weniger gut trainierte Sportler, die früher in den anaeroben Bereich der Sauerstoffschuld und damit in die so genannte Übersäuerung (Laktaterhöhung) geraten. Trainingsexperten gehen davon aus, dass die Laktatschwelle bei Laufanfängern etwa einer Belastung von 80 % der maximalen Herzfrequenz entspricht. Bei gut trainierten Läufern liegt sie bei 88 – 90 % der maximalen Herzfrequenz (HFmax). Aerob-anaerober ÜbergangsbereichAuch Grundlagenausdauertraining II (GA II) genannt. Kohlenhydrate und Fette werden zu relativ gleichen Teilen zur Energiegewinnung benutzt. Ziel des Trainings in diesem Bereich ist es, die Grundlagenausdauer zu erhöhen. Die Durchschnittslaufgeschwindigkeit im Marathon- bzw. Halbmarathon entspricht einem GA II-Training. Aerobe AusdauerAuch Grundlagenausdauertraining 1 (GA1) genannt. Es bildet das Fundament des gesamten Lauftrainings. Etwa 70 – 80 % des gesamten Laufumfanges werden in diesem Bereich trainiert. Der Körper geht nur eine geringe Sauerstoffschuld ein und die Energie wird vorwiegend aus den Fetten gewonnen. Deshalb wird dieses Training auch »Fettstoffwechseltraining« genannt. Alaktazid (Anaerobes Training)Die Energiegewinnung im Körper läuft ohne Laktatbildung ab. Dieser Prozess ist bezogen auf die so genannte Startreaktion der antioxidativen Energiebereitstellung, die in der Muskulatur statt findet. AltersklassenBei Volksläufen und Wettkämpfen wird die Zeitwertung häufig in Altersklassen vorgenommen. Üblicherweise nach DLV-Richtlinien ab der Hauptklasse in 5er-Schritten: Hauptklasse (20 – 29 Jahre), AK 30 (30 – 34 Jahre), AK 35 (35 – 39 Jahre) AK 40 (40 – 44 Jahre) etc. Dabei werden Männer und Frauen getrennt gewertet. Bei einigen Wettkämpfen werden jedoch auch 10er-Schritte genommen, in seltenen Ausnahmefällen sogar auch Männer und Frauen gemeinsam gewertet. Zusätzlich zu den Altersklassen gibt es Mannschaftswertungen, bei denen meist die drei schnellsten Läufer eines Vereins gewertet werden. Anaerobes TrainingAktivierung der Zellen der schnell kontrahierenden Muskelfasern (FT-Fasern), welche die erforderliche Energie für das Sprinten liefern. Zu häufiges Training im anaeroben Bereich kann die Zellen jedoch überfordern oder gar schädigen. AnfängerfehlerHaupt-Anfängerfehler ist zu schnelles Laufen. Da die körperlichen Anpassungen (Adaptation) noch nicht vorhanden sind, ermüdet man oftmals sehr schnell und „wirft vor Enttäuschung das Handtuch“. Auch eine zu schnelle Steigerung der Trainingsbelastung kann langfristig Probleme mit sich bringen. Beispielsweise benötigt das Binde- und Stützgewebe zwei bis drei Jahre, um sich an die Laufbelastung anzupassen. AquajoggingLaufbewegungen im Wasser, die sich schonend auf das Gelenk auswirken. Da das Wasser einen höheren Widerstand als Luft entgegensetzt, ist das Aquajogging ideal zur Kräftigung. Insbesondere in der Rehabilitation oder während Verletzungen wird es von Sportlern ins Training eingebaut. Üblicherweise wird beim Aquajogging eine Wassertiefe genommen, bei der der Sportler noch Bodenhaftung hat. Es gibt unterschiedlichste Ausführungen von Hilfsmitteln, Gürteln, Anzügen, die für Auftrieb sorgen. AtemfrequenzDie Anzahl der Atemzüge pro Minute. In der Ruhe beträgt die Atemfrequenz ca. 15 – 20 Atemzüge/Minute. Während der Belastung werden Werte bis zu 70 Atemzüge/Minute erzielt. AufwärmenVor dem Training und insbesondere vor Wettkämpfen ist ein Aufwärmen (Erwärmung) von ca. 5 bis zu 30 Minuten ratsam. Dabei trabt man, macht leichte gymnastische Dehnübungen oder absolviert ein kleines Lauf-ABC. Sinn des Aufwärmens ist es, die Muskulatur zu erwärmen und sich physisch und mental auf die bevorstehende Belastung einzustimmen. AusdauerDie Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit. Sie wird als Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlichen Belastungen definiert. Entsprechend der Belastungszeit wird in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. Im Zusammenhang mit Kraft und Schnelligkeit wird auch von Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer gesprochen. Da die Wettkampfstrecken im Lauf sehr unterschiedlich sind – vom Mittelstreckenlauf (Mittelstrecke) bis Ultralangstreckenlauf (Supermarathon, Ultraläufe), werden auch differenzierte psychische und physische Anforderungen an die Wettkampfleistung gestellt. Diese Form der Ausdauer wird wettkampfspezifische Ausdauer genannt. AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Aerob-anaerober ÜbergangsbereichAuch Grundlagenausdauertraining II (GA II) genannt. Kohlenhydrate und Fette werden zu relativ gleichen Teilen zur Energiegewinnung benutzt. Ziel des Trainings in diesem Bereich ist es, die Grundlagenausdauer zu erhöhen. Die Durchschnittslaufgeschwindigkeit im Marathon- bzw. Halbmarathon entspricht einem GA II-Training. Aerobe AusdauerAuch Grundlagenausdauertraining 1 (GA1) genannt. Es bildet das Fundament des gesamten Lauftrainings. Etwa 70 – 80 % des gesamten Laufumfanges werden in diesem Bereich trainiert. Der Körper geht nur eine geringe Sauerstoffschuld ein und die Energie wird vorwiegend aus den Fetten gewonnen. Deshalb wird dieses Training auch »Fettstoffwechseltraining« genannt. Alaktazid (Anaerobes Training)Die Energiegewinnung im Körper läuft ohne Laktatbildung ab. Dieser Prozess ist bezogen auf die so genannte Startreaktion der antioxidativen Energiebereitstellung, die in der Muskulatur statt findet. AltersklassenBei Volksläufen und Wettkämpfen wird die Zeitwertung häufig in Altersklassen vorgenommen. Üblicherweise nach DLV-Richtlinien ab der Hauptklasse in 5er-Schritten: Hauptklasse (20 – 29 Jahre), AK 30 (30 – 34 Jahre), AK 35 (35 – 39 Jahre) AK 40 (40 – 44 Jahre) etc. Dabei werden Männer und Frauen getrennt gewertet. Bei einigen Wettkämpfen werden jedoch auch 10er-Schritte genommen, in seltenen Ausnahmefällen sogar auch Männer und Frauen gemeinsam gewertet. Zusätzlich zu den Altersklassen gibt es Mannschaftswertungen, bei denen meist die drei schnellsten Läufer eines Vereins gewertet werden. Anaerobes TrainingAktivierung der Zellen der schnell kontrahierenden Muskelfasern (FT-Fasern), welche die erforderliche Energie für das Sprinten liefern. Zu häufiges Training im anaeroben Bereich kann die Zellen jedoch überfordern oder gar schädigen. AnfängerfehlerHaupt-Anfängerfehler ist zu schnelles Laufen. Da die körperlichen Anpassungen (Adaptation) noch nicht vorhanden sind, ermüdet man oftmals sehr schnell und „wirft vor Enttäuschung das Handtuch“. Auch eine zu schnelle Steigerung der Trainingsbelastung kann langfristig Probleme mit sich bringen. Beispielsweise benötigt das Binde- und Stützgewebe zwei bis drei Jahre, um sich an die Laufbelastung anzupassen. AquajoggingLaufbewegungen im Wasser, die sich schonend auf das Gelenk auswirken. Da das Wasser einen höheren Widerstand als Luft entgegensetzt, ist das Aquajogging ideal zur Kräftigung. Insbesondere in der Rehabilitation oder während Verletzungen wird es von Sportlern ins Training eingebaut. Üblicherweise wird beim Aquajogging eine Wassertiefe genommen, bei der der Sportler noch Bodenhaftung hat. Es gibt unterschiedlichste Ausführungen von Hilfsmitteln, Gürteln, Anzügen, die für Auftrieb sorgen. AtemfrequenzDie Anzahl der Atemzüge pro Minute. In der Ruhe beträgt die Atemfrequenz ca. 15 – 20 Atemzüge/Minute. Während der Belastung werden Werte bis zu 70 Atemzüge/Minute erzielt. AufwärmenVor dem Training und insbesondere vor Wettkämpfen ist ein Aufwärmen (Erwärmung) von ca. 5 bis zu 30 Minuten ratsam. Dabei trabt man, macht leichte gymnastische Dehnübungen oder absolviert ein kleines Lauf-ABC. Sinn des Aufwärmens ist es, die Muskulatur zu erwärmen und sich physisch und mental auf die bevorstehende Belastung einzustimmen. AusdauerDie Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit. Sie wird als Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlichen Belastungen definiert. Entsprechend der Belastungszeit wird in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. Im Zusammenhang mit Kraft und Schnelligkeit wird auch von Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer gesprochen. Da die Wettkampfstrecken im Lauf sehr unterschiedlich sind – vom Mittelstreckenlauf (Mittelstrecke) bis Ultralangstreckenlauf (Supermarathon, Ultraläufe), werden auch differenzierte psychische und physische Anforderungen an die Wettkampfleistung gestellt. Diese Form der Ausdauer wird wettkampfspezifische Ausdauer genannt. AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Aerobe AusdauerAuch Grundlagenausdauertraining 1 (GA1) genannt. Es bildet das Fundament des gesamten Lauftrainings. Etwa 70 – 80 % des gesamten Laufumfanges werden in diesem Bereich trainiert. Der Körper geht nur eine geringe Sauerstoffschuld ein und die Energie wird vorwiegend aus den Fetten gewonnen. Deshalb wird dieses Training auch »Fettstoffwechseltraining« genannt. Alaktazid (Anaerobes Training)Die Energiegewinnung im Körper läuft ohne Laktatbildung ab. Dieser Prozess ist bezogen auf die so genannte Startreaktion der antioxidativen Energiebereitstellung, die in der Muskulatur statt findet. AltersklassenBei Volksläufen und Wettkämpfen wird die Zeitwertung häufig in Altersklassen vorgenommen. Üblicherweise nach DLV-Richtlinien ab der Hauptklasse in 5er-Schritten: Hauptklasse (20 – 29 Jahre), AK 30 (30 – 34 Jahre), AK 35 (35 – 39 Jahre) AK 40 (40 – 44 Jahre) etc. Dabei werden Männer und Frauen getrennt gewertet. Bei einigen Wettkämpfen werden jedoch auch 10er-Schritte genommen, in seltenen Ausnahmefällen sogar auch Männer und Frauen gemeinsam gewertet. Zusätzlich zu den Altersklassen gibt es Mannschaftswertungen, bei denen meist die drei schnellsten Läufer eines Vereins gewertet werden. Anaerobes TrainingAktivierung der Zellen der schnell kontrahierenden Muskelfasern (FT-Fasern), welche die erforderliche Energie für das Sprinten liefern. Zu häufiges Training im anaeroben Bereich kann die Zellen jedoch überfordern oder gar schädigen. AnfängerfehlerHaupt-Anfängerfehler ist zu schnelles Laufen. Da die körperlichen Anpassungen (Adaptation) noch nicht vorhanden sind, ermüdet man oftmals sehr schnell und „wirft vor Enttäuschung das Handtuch“. Auch eine zu schnelle Steigerung der Trainingsbelastung kann langfristig Probleme mit sich bringen. Beispielsweise benötigt das Binde- und Stützgewebe zwei bis drei Jahre, um sich an die Laufbelastung anzupassen. AquajoggingLaufbewegungen im Wasser, die sich schonend auf das Gelenk auswirken. Da das Wasser einen höheren Widerstand als Luft entgegensetzt, ist das Aquajogging ideal zur Kräftigung. Insbesondere in der Rehabilitation oder während Verletzungen wird es von Sportlern ins Training eingebaut. Üblicherweise wird beim Aquajogging eine Wassertiefe genommen, bei der der Sportler noch Bodenhaftung hat. Es gibt unterschiedlichste Ausführungen von Hilfsmitteln, Gürteln, Anzügen, die für Auftrieb sorgen. AtemfrequenzDie Anzahl der Atemzüge pro Minute. In der Ruhe beträgt die Atemfrequenz ca. 15 – 20 Atemzüge/Minute. Während der Belastung werden Werte bis zu 70 Atemzüge/Minute erzielt. AufwärmenVor dem Training und insbesondere vor Wettkämpfen ist ein Aufwärmen (Erwärmung) von ca. 5 bis zu 30 Minuten ratsam. Dabei trabt man, macht leichte gymnastische Dehnübungen oder absolviert ein kleines Lauf-ABC. Sinn des Aufwärmens ist es, die Muskulatur zu erwärmen und sich physisch und mental auf die bevorstehende Belastung einzustimmen. AusdauerDie Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit. Sie wird als Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlichen Belastungen definiert. Entsprechend der Belastungszeit wird in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. Im Zusammenhang mit Kraft und Schnelligkeit wird auch von Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer gesprochen. Da die Wettkampfstrecken im Lauf sehr unterschiedlich sind – vom Mittelstreckenlauf (Mittelstrecke) bis Ultralangstreckenlauf (Supermarathon, Ultraläufe), werden auch differenzierte psychische und physische Anforderungen an die Wettkampfleistung gestellt. Diese Form der Ausdauer wird wettkampfspezifische Ausdauer genannt. AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Alaktazid (Anaerobes Training)Die Energiegewinnung im Körper läuft ohne Laktatbildung ab. Dieser Prozess ist bezogen auf die so genannte Startreaktion der antioxidativen Energiebereitstellung, die in der Muskulatur statt findet. AltersklassenBei Volksläufen und Wettkämpfen wird die Zeitwertung häufig in Altersklassen vorgenommen. Üblicherweise nach DLV-Richtlinien ab der Hauptklasse in 5er-Schritten: Hauptklasse (20 – 29 Jahre), AK 30 (30 – 34 Jahre), AK 35 (35 – 39 Jahre) AK 40 (40 – 44 Jahre) etc. Dabei werden Männer und Frauen getrennt gewertet. Bei einigen Wettkämpfen werden jedoch auch 10er-Schritte genommen, in seltenen Ausnahmefällen sogar auch Männer und Frauen gemeinsam gewertet. Zusätzlich zu den Altersklassen gibt es Mannschaftswertungen, bei denen meist die drei schnellsten Läufer eines Vereins gewertet werden. Anaerobes TrainingAktivierung der Zellen der schnell kontrahierenden Muskelfasern (FT-Fasern), welche die erforderliche Energie für das Sprinten liefern. Zu häufiges Training im anaeroben Bereich kann die Zellen jedoch überfordern oder gar schädigen. AnfängerfehlerHaupt-Anfängerfehler ist zu schnelles Laufen. Da die körperlichen Anpassungen (Adaptation) noch nicht vorhanden sind, ermüdet man oftmals sehr schnell und „wirft vor Enttäuschung das Handtuch“. Auch eine zu schnelle Steigerung der Trainingsbelastung kann langfristig Probleme mit sich bringen. Beispielsweise benötigt das Binde- und Stützgewebe zwei bis drei Jahre, um sich an die Laufbelastung anzupassen. AquajoggingLaufbewegungen im Wasser, die sich schonend auf das Gelenk auswirken. Da das Wasser einen höheren Widerstand als Luft entgegensetzt, ist das Aquajogging ideal zur Kräftigung. Insbesondere in der Rehabilitation oder während Verletzungen wird es von Sportlern ins Training eingebaut. Üblicherweise wird beim Aquajogging eine Wassertiefe genommen, bei der der Sportler noch Bodenhaftung hat. Es gibt unterschiedlichste Ausführungen von Hilfsmitteln, Gürteln, Anzügen, die für Auftrieb sorgen. AtemfrequenzDie Anzahl der Atemzüge pro Minute. In der Ruhe beträgt die Atemfrequenz ca. 15 – 20 Atemzüge/Minute. Während der Belastung werden Werte bis zu 70 Atemzüge/Minute erzielt. AufwärmenVor dem Training und insbesondere vor Wettkämpfen ist ein Aufwärmen (Erwärmung) von ca. 5 bis zu 30 Minuten ratsam. Dabei trabt man, macht leichte gymnastische Dehnübungen oder absolviert ein kleines Lauf-ABC. Sinn des Aufwärmens ist es, die Muskulatur zu erwärmen und sich physisch und mental auf die bevorstehende Belastung einzustimmen. AusdauerDie Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit. Sie wird als Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlichen Belastungen definiert. Entsprechend der Belastungszeit wird in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. Im Zusammenhang mit Kraft und Schnelligkeit wird auch von Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer gesprochen. Da die Wettkampfstrecken im Lauf sehr unterschiedlich sind – vom Mittelstreckenlauf (Mittelstrecke) bis Ultralangstreckenlauf (Supermarathon, Ultraläufe), werden auch differenzierte psychische und physische Anforderungen an die Wettkampfleistung gestellt. Diese Form der Ausdauer wird wettkampfspezifische Ausdauer genannt. AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
AltersklassenBei Volksläufen und Wettkämpfen wird die Zeitwertung häufig in Altersklassen vorgenommen. Üblicherweise nach DLV-Richtlinien ab der Hauptklasse in 5er-Schritten: Hauptklasse (20 – 29 Jahre), AK 30 (30 – 34 Jahre), AK 35 (35 – 39 Jahre) AK 40 (40 – 44 Jahre) etc. Dabei werden Männer und Frauen getrennt gewertet. Bei einigen Wettkämpfen werden jedoch auch 10er-Schritte genommen, in seltenen Ausnahmefällen sogar auch Männer und Frauen gemeinsam gewertet. Zusätzlich zu den Altersklassen gibt es Mannschaftswertungen, bei denen meist die drei schnellsten Läufer eines Vereins gewertet werden. Anaerobes TrainingAktivierung der Zellen der schnell kontrahierenden Muskelfasern (FT-Fasern), welche die erforderliche Energie für das Sprinten liefern. Zu häufiges Training im anaeroben Bereich kann die Zellen jedoch überfordern oder gar schädigen. AnfängerfehlerHaupt-Anfängerfehler ist zu schnelles Laufen. Da die körperlichen Anpassungen (Adaptation) noch nicht vorhanden sind, ermüdet man oftmals sehr schnell und „wirft vor Enttäuschung das Handtuch“. Auch eine zu schnelle Steigerung der Trainingsbelastung kann langfristig Probleme mit sich bringen. Beispielsweise benötigt das Binde- und Stützgewebe zwei bis drei Jahre, um sich an die Laufbelastung anzupassen. AquajoggingLaufbewegungen im Wasser, die sich schonend auf das Gelenk auswirken. Da das Wasser einen höheren Widerstand als Luft entgegensetzt, ist das Aquajogging ideal zur Kräftigung. Insbesondere in der Rehabilitation oder während Verletzungen wird es von Sportlern ins Training eingebaut. Üblicherweise wird beim Aquajogging eine Wassertiefe genommen, bei der der Sportler noch Bodenhaftung hat. Es gibt unterschiedlichste Ausführungen von Hilfsmitteln, Gürteln, Anzügen, die für Auftrieb sorgen. AtemfrequenzDie Anzahl der Atemzüge pro Minute. In der Ruhe beträgt die Atemfrequenz ca. 15 – 20 Atemzüge/Minute. Während der Belastung werden Werte bis zu 70 Atemzüge/Minute erzielt. AufwärmenVor dem Training und insbesondere vor Wettkämpfen ist ein Aufwärmen (Erwärmung) von ca. 5 bis zu 30 Minuten ratsam. Dabei trabt man, macht leichte gymnastische Dehnübungen oder absolviert ein kleines Lauf-ABC. Sinn des Aufwärmens ist es, die Muskulatur zu erwärmen und sich physisch und mental auf die bevorstehende Belastung einzustimmen. AusdauerDie Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit. Sie wird als Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlichen Belastungen definiert. Entsprechend der Belastungszeit wird in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. Im Zusammenhang mit Kraft und Schnelligkeit wird auch von Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer gesprochen. Da die Wettkampfstrecken im Lauf sehr unterschiedlich sind – vom Mittelstreckenlauf (Mittelstrecke) bis Ultralangstreckenlauf (Supermarathon, Ultraläufe), werden auch differenzierte psychische und physische Anforderungen an die Wettkampfleistung gestellt. Diese Form der Ausdauer wird wettkampfspezifische Ausdauer genannt. AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Anaerobes TrainingAktivierung der Zellen der schnell kontrahierenden Muskelfasern (FT-Fasern), welche die erforderliche Energie für das Sprinten liefern. Zu häufiges Training im anaeroben Bereich kann die Zellen jedoch überfordern oder gar schädigen. AnfängerfehlerHaupt-Anfängerfehler ist zu schnelles Laufen. Da die körperlichen Anpassungen (Adaptation) noch nicht vorhanden sind, ermüdet man oftmals sehr schnell und „wirft vor Enttäuschung das Handtuch“. Auch eine zu schnelle Steigerung der Trainingsbelastung kann langfristig Probleme mit sich bringen. Beispielsweise benötigt das Binde- und Stützgewebe zwei bis drei Jahre, um sich an die Laufbelastung anzupassen. AquajoggingLaufbewegungen im Wasser, die sich schonend auf das Gelenk auswirken. Da das Wasser einen höheren Widerstand als Luft entgegensetzt, ist das Aquajogging ideal zur Kräftigung. Insbesondere in der Rehabilitation oder während Verletzungen wird es von Sportlern ins Training eingebaut. Üblicherweise wird beim Aquajogging eine Wassertiefe genommen, bei der der Sportler noch Bodenhaftung hat. Es gibt unterschiedlichste Ausführungen von Hilfsmitteln, Gürteln, Anzügen, die für Auftrieb sorgen. AtemfrequenzDie Anzahl der Atemzüge pro Minute. In der Ruhe beträgt die Atemfrequenz ca. 15 – 20 Atemzüge/Minute. Während der Belastung werden Werte bis zu 70 Atemzüge/Minute erzielt. AufwärmenVor dem Training und insbesondere vor Wettkämpfen ist ein Aufwärmen (Erwärmung) von ca. 5 bis zu 30 Minuten ratsam. Dabei trabt man, macht leichte gymnastische Dehnübungen oder absolviert ein kleines Lauf-ABC. Sinn des Aufwärmens ist es, die Muskulatur zu erwärmen und sich physisch und mental auf die bevorstehende Belastung einzustimmen. AusdauerDie Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit. Sie wird als Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlichen Belastungen definiert. Entsprechend der Belastungszeit wird in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. Im Zusammenhang mit Kraft und Schnelligkeit wird auch von Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer gesprochen. Da die Wettkampfstrecken im Lauf sehr unterschiedlich sind – vom Mittelstreckenlauf (Mittelstrecke) bis Ultralangstreckenlauf (Supermarathon, Ultraläufe), werden auch differenzierte psychische und physische Anforderungen an die Wettkampfleistung gestellt. Diese Form der Ausdauer wird wettkampfspezifische Ausdauer genannt. AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
AnfängerfehlerHaupt-Anfängerfehler ist zu schnelles Laufen. Da die körperlichen Anpassungen (Adaptation) noch nicht vorhanden sind, ermüdet man oftmals sehr schnell und „wirft vor Enttäuschung das Handtuch“. Auch eine zu schnelle Steigerung der Trainingsbelastung kann langfristig Probleme mit sich bringen. Beispielsweise benötigt das Binde- und Stützgewebe zwei bis drei Jahre, um sich an die Laufbelastung anzupassen. AquajoggingLaufbewegungen im Wasser, die sich schonend auf das Gelenk auswirken. Da das Wasser einen höheren Widerstand als Luft entgegensetzt, ist das Aquajogging ideal zur Kräftigung. Insbesondere in der Rehabilitation oder während Verletzungen wird es von Sportlern ins Training eingebaut. Üblicherweise wird beim Aquajogging eine Wassertiefe genommen, bei der der Sportler noch Bodenhaftung hat. Es gibt unterschiedlichste Ausführungen von Hilfsmitteln, Gürteln, Anzügen, die für Auftrieb sorgen. AtemfrequenzDie Anzahl der Atemzüge pro Minute. In der Ruhe beträgt die Atemfrequenz ca. 15 – 20 Atemzüge/Minute. Während der Belastung werden Werte bis zu 70 Atemzüge/Minute erzielt. AufwärmenVor dem Training und insbesondere vor Wettkämpfen ist ein Aufwärmen (Erwärmung) von ca. 5 bis zu 30 Minuten ratsam. Dabei trabt man, macht leichte gymnastische Dehnübungen oder absolviert ein kleines Lauf-ABC. Sinn des Aufwärmens ist es, die Muskulatur zu erwärmen und sich physisch und mental auf die bevorstehende Belastung einzustimmen. AusdauerDie Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit. Sie wird als Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlichen Belastungen definiert. Entsprechend der Belastungszeit wird in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. Im Zusammenhang mit Kraft und Schnelligkeit wird auch von Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer gesprochen. Da die Wettkampfstrecken im Lauf sehr unterschiedlich sind – vom Mittelstreckenlauf (Mittelstrecke) bis Ultralangstreckenlauf (Supermarathon, Ultraläufe), werden auch differenzierte psychische und physische Anforderungen an die Wettkampfleistung gestellt. Diese Form der Ausdauer wird wettkampfspezifische Ausdauer genannt. AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
AquajoggingLaufbewegungen im Wasser, die sich schonend auf das Gelenk auswirken. Da das Wasser einen höheren Widerstand als Luft entgegensetzt, ist das Aquajogging ideal zur Kräftigung. Insbesondere in der Rehabilitation oder während Verletzungen wird es von Sportlern ins Training eingebaut. Üblicherweise wird beim Aquajogging eine Wassertiefe genommen, bei der der Sportler noch Bodenhaftung hat. Es gibt unterschiedlichste Ausführungen von Hilfsmitteln, Gürteln, Anzügen, die für Auftrieb sorgen. AtemfrequenzDie Anzahl der Atemzüge pro Minute. In der Ruhe beträgt die Atemfrequenz ca. 15 – 20 Atemzüge/Minute. Während der Belastung werden Werte bis zu 70 Atemzüge/Minute erzielt. AufwärmenVor dem Training und insbesondere vor Wettkämpfen ist ein Aufwärmen (Erwärmung) von ca. 5 bis zu 30 Minuten ratsam. Dabei trabt man, macht leichte gymnastische Dehnübungen oder absolviert ein kleines Lauf-ABC. Sinn des Aufwärmens ist es, die Muskulatur zu erwärmen und sich physisch und mental auf die bevorstehende Belastung einzustimmen. AusdauerDie Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit. Sie wird als Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlichen Belastungen definiert. Entsprechend der Belastungszeit wird in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. Im Zusammenhang mit Kraft und Schnelligkeit wird auch von Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer gesprochen. Da die Wettkampfstrecken im Lauf sehr unterschiedlich sind – vom Mittelstreckenlauf (Mittelstrecke) bis Ultralangstreckenlauf (Supermarathon, Ultraläufe), werden auch differenzierte psychische und physische Anforderungen an die Wettkampfleistung gestellt. Diese Form der Ausdauer wird wettkampfspezifische Ausdauer genannt. AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
AtemfrequenzDie Anzahl der Atemzüge pro Minute. In der Ruhe beträgt die Atemfrequenz ca. 15 – 20 Atemzüge/Minute. Während der Belastung werden Werte bis zu 70 Atemzüge/Minute erzielt. AufwärmenVor dem Training und insbesondere vor Wettkämpfen ist ein Aufwärmen (Erwärmung) von ca. 5 bis zu 30 Minuten ratsam. Dabei trabt man, macht leichte gymnastische Dehnübungen oder absolviert ein kleines Lauf-ABC. Sinn des Aufwärmens ist es, die Muskulatur zu erwärmen und sich physisch und mental auf die bevorstehende Belastung einzustimmen. AusdauerDie Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit. Sie wird als Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlichen Belastungen definiert. Entsprechend der Belastungszeit wird in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. Im Zusammenhang mit Kraft und Schnelligkeit wird auch von Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer gesprochen. Da die Wettkampfstrecken im Lauf sehr unterschiedlich sind – vom Mittelstreckenlauf (Mittelstrecke) bis Ultralangstreckenlauf (Supermarathon, Ultraläufe), werden auch differenzierte psychische und physische Anforderungen an die Wettkampfleistung gestellt. Diese Form der Ausdauer wird wettkampfspezifische Ausdauer genannt. AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
AufwärmenVor dem Training und insbesondere vor Wettkämpfen ist ein Aufwärmen (Erwärmung) von ca. 5 bis zu 30 Minuten ratsam. Dabei trabt man, macht leichte gymnastische Dehnübungen oder absolviert ein kleines Lauf-ABC. Sinn des Aufwärmens ist es, die Muskulatur zu erwärmen und sich physisch und mental auf die bevorstehende Belastung einzustimmen. AusdauerDie Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit. Sie wird als Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlichen Belastungen definiert. Entsprechend der Belastungszeit wird in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. Im Zusammenhang mit Kraft und Schnelligkeit wird auch von Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer gesprochen. Da die Wettkampfstrecken im Lauf sehr unterschiedlich sind – vom Mittelstreckenlauf (Mittelstrecke) bis Ultralangstreckenlauf (Supermarathon, Ultraläufe), werden auch differenzierte psychische und physische Anforderungen an die Wettkampfleistung gestellt. Diese Form der Ausdauer wird wettkampfspezifische Ausdauer genannt. AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
AusdauerDie Ausdauer ist eine konditionelle Fähigkeit. Sie wird als Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlichen Belastungen definiert. Entsprechend der Belastungszeit wird in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer unterschieden. Im Zusammenhang mit Kraft und Schnelligkeit wird auch von Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer gesprochen. Da die Wettkampfstrecken im Lauf sehr unterschiedlich sind – vom Mittelstreckenlauf (Mittelstrecke) bis Ultralangstreckenlauf (Supermarathon, Ultraläufe), werden auch differenzierte psychische und physische Anforderungen an die Wettkampfleistung gestellt. Diese Form der Ausdauer wird wettkampfspezifische Ausdauer genannt. AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
AusgleichssportEs ist sinnvoll, neben dem Laufen Ausgleichssport zu betreiben. Die Sportarten sind so gut wie frei wählbar. Am besten eignen sich andere Ausdauersportarten wie Radfahren, Skaten, Schwimmen, Rudern, Fitness-Training/Aerobic. Sie fördern die allgemeine Ausdauer und beanspruchen ähnliche Muskelgruppen. Da die Anforderungen bei den Ausgleichssportarten etwas andere sind als beim reinen Laufen, kann damit die allgemeine Fitness gesteigert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert werden. BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
BabyjoggerDreirädiger ultraleichter Kinderwagen, der von Mama oder Papa joggend geschoben wird. Offiziell handelt es sich bei dem Begriff Babyjogger um eine Firmenbezeichnung und nicht um den Überbegriff für dieses Produkt. Infos unter www.Laufexperten.de -> Produkte BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
BahnlaufDas Training auf der Bahn ist nicht jedermanns Sache, jedenfalls was die so genannten Erlebnisläufer betrifft. Die Rundstrecke im Stadion ist i.d.R. 400m und kann zum gezielten Tempotraining oder Intervalltraining genutzt werden. BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
BarfußlaufenDurch das ständige Tragen von Schuhwerk wird die Fußmuskulatur sehr gering trainiert und ist abgeschwächt. Wer beispielsweise am Strand barfuß trainieren möchte, der sollte mit kurzen Strecken beginnen um die ganze Fuß- und Beinmuskulatur langsam daran zugewöhnen. BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
BelastungssteuerungMittels Zielstellung und Auswertung von Sporttests bzw. Leistungskontrollen (Trainingsläufe, Wettkampfergebnisse) wird die Belastung im Training zielgerichtet gesteuert. Der Bezug zum Trainingsplan ergibt sich aus der Differenz der momentanen Leistungsfähigkeit und der Planvorgabe (Soll-Ist-Vergleich). BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
BerglaufBergauf zu laufen kostet viel Kraft und bringt viele „Körner“. Man macht kleinere Schritte, erhöht dabei die Schrittfrequenz und setzt stärker mit dem Vorfuß auf. Bergab zu laufen ist hingegen erholsam, aber vor allem bei steileren Passagen mit erhöhter Gelenkbeanspruchung verbunden. BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
BestzeitDie persönliche Bestzeit drückt das individuelle Leistungsvermögen auf einer bestimmten Distanz aus. Für einen Anfänger ist es leicht, seine Bestzeiten durch einen höheren Trainingsaufwand zu verbessern. Je fortgeschrittener ein Läufer ist, desto schwieriger wird es, bessere und schnellere Zeiten zu erreichen. BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
BlasenSie entstehen häufig durch zu kleine Schuhe oder rutschige Socken. Der Handel bietet spezielle Blasenpflaster an, mit denen viele Läufer gute Erfahrungen gemacht haben. BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
BlutdruckDer systolische Blutdruck (höherer Wert) entsteht beim Zusammenziehen und der diastolische Blutdruck (niedrigerer Wert) beim Erschlaffen der Herzkammern. Unter sportlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck an. Ein regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Stabilisierung des Blutdrucksystems. Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Body-Mass-IndexMit dem BMI errechnet man einen Quotienten, der Aufschluss über das optimale Körpergewicht gibt. Dazu wird das Quadrat der Körperhöhe in Metern durch das Gewicht in Kilogramm dividiert. (Bsp.: Jemand wiegt 75 Kilogramm und ist 1,82 Meter groß. Sein BMI liegt bei 75 kg / ((1,82 m)2) = 22,6. CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
CardiotrainingSpezielles Herzkreislauf-Training, bei dem mit der Pulsuhr gearbeitet wird. Bevor mit dem Training begonnen wird, muss der ideale Bereich der Pulsfrequenz bestimmt werden (am sichersten über einen Laufbandtest im Vorfeld). Es können erhebliche individuelle Unterschiede bestehen. Außerdem sind die Pulsfrequenzbereiche sportartspezifisch verschieden. ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
ChampionChipDieser in Plastik eingegossene Mikrochip dient zur elektronischen Zeiterfassung bei Wettbewerben. Er wird mit dem Schnürsenkel am Schuh befestigt. Läuft man nun über die vom Veranstalter ausgelegten Matten, so wird ein Kontakt hergestellt – erkennbar am Piepton – und man ist im Computer gespeichert. Gemessen wird die Nettozeit, wobei die Bruttozeit vom offiziellen Startschuss aus berechnet werden kann. Somit wird die Zeit bis zum Erreichen der Startlinie abgezogen und der Läufer erhält seine genaue Zeit. Erhältlich in allen LEX-Geschäften. CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
CholesterinCholesterin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Es ist ein Baustein unserer Körperzellen, der wichtig für die Synthese von Vitamin D und Bestandteil der Gallensäuren ist – schlichtweg unentbehrlich. Mehr als die Hälfte des benötigten Cholesterins wird in unserem Körper selbst produziert. Nur etwa 20 bis 40 % des Cholesterins sind durch die Nahrung zu beeinflussen. Der Körper enthält zwei Formen von Cholesterin. Das »schlechte« LDL-Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das »gute« HDL-Cholesterin ist in der Lage, Cholesterin aus den Zellen aufzunehmen und von dort in die Leber zu transportieren – es wird weiterverarbeitet und unschädlich gemacht. Damit schützt eine hohe HDL-Konzentration vor Arteriosklerose. Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Coffein/ColaBeschleunigt den Herzschlag und den Stoffwechsel. Es besitzt aufputschende Wirkung und wird von vielen Marathonläufern in Form der Cola ab Kilometer 35 zu sich genommen. CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
CoolDownBeim „Abwärmen“ nach intensivem Training oder Wettkämpfen wird die Belastung langsam heruntergefahren. Kreislaufprobleme oder Muskelbeschwerden können durch ein gezieltes Cool Down vermieden werden. Es empfiehlt sich lockeres Auslaufen und anschließendes Stretching von 5 bis 15 Minuten Dauer. Massagen und warmes Duschen/Baden erzielen einen positiven Effekt. Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Crosslauf/-trainingEine Wettkampfdisziplin bzw. ein Trainingsmittel das querfeldein oder als Geländelauf eingesetzt wird. Insbesondere die konditionellen Fähigkeiten für Mittel- und Langzeitausdauer werden geschult. An Willenskraft und Leistungsbereitschaft werden ebenfalls hohe Forderungen gestellt. Auf Grund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und des Geländeprofils werden Stützapparat und Beinmuskulatur besonders gekräftigt. DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
DauerlaufUmgangssprachliche Bezeichnung für ununterbrochenes Laufen. In vielen Trainingsplänen mit „DL“ abgekürzt. In der neuen Systematik des Trainings haben sich die Begriffe Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) durchgesetzt. DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
DauermethodeIst eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Ausdauerfähigkeit. Dies wird über die kontinuierliche Methode, die Wechselmethode und das Fahrtspieltraining erreicht. Die Dauermethode wird im Training zur Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer (GA1, GA2) und der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) eingesetzt. DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
DehnübungenSie dienen der Vorbereitung der Muskulatur auf die bevorstehende Belastung, zur Lockerung der Muskulatur nach der Belastung und zur besseren Durchblutung der Muskulatur. Neben einer optimalen Arbeitsfähigkeit der Muskulatur wird die Gefahr von Verletzungen vermindert und die Regeneration nach der Belastung gefördert. Für Läufer ist insbesondere die Dehnung nach dem Training für eine bessere Erholung der Muskulatur sinnvoll. Nach „hartem“ Training oder nach einem Wettkampf sind oftmals ein Wannenbad oder 2 – 3 kurze Saunadurchgänge besser. DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
DiabetesAusdauersport kann die Therapie bei Zuckerkrankheit sinnvoll unterstützen. Der Sportler sollte jedoch zuvor gelernt haben, mit seiner Krankheit umzugehen und einen im Sport erfahrenen Arzt haben, der ihn unterstützt und die sportliche Belastung einzuschätzen weiß. Dann steht auch möglichen Erfolgen nichts im Wege. DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
DopingEinnahme verbotener Substanzen zum Zweck der Leistungssteigerung. Grenzfälle bilden bestimmte Medikamente, denen leistungssteigernde oder muskelaufbauende Nebeneffekte nachgesagt werden. Oftmals handelt es sich dabei um Mittel, die bei schweren Erkältungen, Asthma, Allergien oder Rheuma eingesetzt werden. Weist der Sportler ärztlicherseits nach, dass er diese Mittel braucht, können Ausnahmen bewilligt werden. Die Schwierigkeit bei Doping-Kontrollen besteht darin, dass einige Mittel schnell vom Körper abgebaut werden. So können Athleten bei Wettkämpfen „clean“ sein, obwohl sie im Training gedopt haben. DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
DuathlonRadfahren und Laufen sind die beiden Ausdauersportarten, die beim Duathlon in Kombination ausgeübt werden. DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
DämpfungGut gedämpfte Laufschuhe entlasten Knochen und Gelenke, sorgen aber auch dafür, dass der Läufer das Gefühl für den Untergrund verlieren kann. Je stärker die Dämpfung ist, desto mehr Kraft geht für die Fortbewegung und damit an Geschwindigkeit verloren. Die Dämpfung wird an der Sohle mittels verschiedener Dämpfungselemente erreicht. Je nach Anbieter werden EVA (Kunststoff), Gel, Wasser oder andere Flüssigkeiten, Luft- oder Gasblasen eingesetzt. EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
EKGElektrokardiogramm. Bei sportmedizinischen Untersuchungen wird in der Regel ein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Der Arzt erkennt daran, ob Herz und Kreislauf richtig arbeiten. Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Einlagen (Schuhe - Orthopädie)Maßgefertigte orthopädische Sportschuheinlagen helfen orthopädische Probleme zu beheben. Der Nachteil: Sie entlasten die Fußmuskulatur, wodurch diese noch mehr geschwächt wird. EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
EisenWichtiges Spurenelement, das zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht wird. Bei Eisenmangel ist man blass und abgeschlagen. Da die roten Blutkörperchen den Sauerstoff transportieren, ist es gerade für Läufer wichtig, genug davon zu haben. ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
ErholungPausen und Erholungsphasen dienen der Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und sind ebenso wichtig wie das Training selbst. Wird die Erholungsdauer aber zu lang gezogen, geht ein Teil des Trainingseffektes verloren. Wer nach einem Marathon zwei Wochen Laufpause macht, tut sich was Gutes. Wer hingegen einen Monat oder sogar ein Jahr nicht läuft, verliert an Kondition. ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
ErkältungImmer wieder streiten sich die Experten, ob man bei einer Erkältung laufen bzw. sportlich aktiv soll oder besser nicht. An Wettkämpfen teilzunehmen, ist mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht sinnvoll. Mäßiges Joggen kann jedoch die Beeinträchtigungen lindern. Mit Fieber sollte keinesfalls gelaufen werden. ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
ErmüdungDie Ermüdung stellt sich meist schleichend ein. Die Aufmerksamkeit sinkt, man hat keine Lust mehr weiterzulaufen und ist „platt“. Schnelle Ermüdbarkeit kann auf falsches bzw. zu viel Training oder andere Ursachen zurückzuführen sein. ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
ErschöpfungEine schwere Form der Ermüdung. Die Grenze des individuellen Leistungsvermögens wurde deutlich überschritten. Eine ärztliche Behandlung ist nötig. Der Erholungsprozess benötigt mehrere Wochen. FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
FahrtenspielAls Fahrtspiel bezeichnet man das Training mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Im Unterschied zum Intervall-Training werden dabei keine extremen Geschwindigkeitswechsel absolviert, sondern es wird nur ein häufiger Wechsel zwischen normalem und etwas zügigerem Tempo angestrebt. FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
FastenExtreme Fastenkuren sind während eines Lauftrainings nicht sinnvoll. Der Körper baut dann mit dem Gewicht auch zu viel Muskelmasse ab. Störungen im Elektrolyt-Haushalt können schädliche Auswirkungen haben. Fasten oder Diäten sollten allenfalls in trainingsfreien Phasen in Erwägung gezogen werden, sofern dies gesundheitlich erforderlich ist. FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
FehlhaltungMan unterscheidet zwischen muskulären und anlagebedingten Fehlhaltungen. Muskuläre Fehlhaltungen (muskuläre Dysbalance) entstehen durch einseitige Belastungen im Alltag, Beruf oder Sport und lassen sich relativ leicht durch gezieltes Training beheben. Auch Verletzungen können zeitweilig zu Fehlhaltungen führen. Anlagebedingte Fehlhaltungen sind auf Schäden oder Fehlstellungen an Knochen oder Gelenken zurückzuführen. Genetisch bedingte oder auch während des Wachstums entstandene Fehlwuchs lassen sich nicht so einfach kompensieren und können zu erheblichen Beeinträchtigungen beitragen. FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
FersenspornEine häufige Läuferverletzung. Man verspürt bei jedem Auftritt ein schmerzhaftes diffuses Ziehen unter der Ferse, das durch zusätzlich gebildeten Knochen am Fersenbein verursacht wird. Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Fettverbrennung„Langsames Laufen verbrennt mehr Fett als schnelles Rennen?“ – das wird leider oft behauptet. Aber wer die gleiche Strecke langsamer läuft, nimmt keineswegs schneller ab. Der Energieverbrauch steigt nämlich mit der Geschwindigkeit. Richtig ist, dass der prozentuale Anteil vom Fettverbrauch beim langsamen Laufen größer ist und relativ gesehen weniger Kohlenhydrate verbrannt werden als beim Sprinten. Der absolute Gesamtenergie-Bedarf ist hingegen beim Walken oder langsamen Joggen erheblich geringer als bei exzessivem Dauerlauf. FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
FrühformWenn vier und mehr Wochen vor dem geplanten Wettkampf ein für die persönlichen Verhältnisse optimaler sportlicher Zustand erreicht ist, wird von einer Frühform gesprochen. Dabei sind Psyche und Physis in einer blendenden Verfassung. Dieser Zustand hält etwa zwei bis drei Wochen an. FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
FunktionskleidungAtmungsaktiv, winddicht und wasserfest soll die ideale Sportbekleidung sein. Sie transportiert den Schweiß von der Haut. Man schwitzt quasi nicht, friert nicht und bleibt trocken. Nichts klebt, kratzt, drückt, rutscht, flattert oder engt ein. Optimale Kleidung ist eine zweite Haut und sieht dazu noch modisch gut aus. Auf Kunstfaserbasis werden von der Socke bis zur Kappe immer neue Produkte speziell zum Laufsport entwickelt. FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
FußEinen „Normal-Fuß“ besitzen die wenigsten Läufer. 80 % der „laufenden Bevölkerung“ bewegen sich auf Hohl-, Platt-, Senk- oder Spreizfüßen. Ob genetisch oder durch falsches Schuhwerk bedingt – Fußschäden führen beim Laufen zu Beschwerden GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
GA IGrundlagenausdauertraining I fördert die Entwicklung und Stabilisierung der Grundlagenausdauer. Das Training setzt Reize von 75 – 85 % der Bestleistung, das Laktat im Muskel sollte zwischen 2 – 3 mmol/l betragen und die Herzfrequenz nicht höher als 160 Schläge je Minute sein (HF zwischen 120 – 160 Schläge je min). Trainingsspezifisch eignen sich Belastungen in der extensive und variable Dauermethode. GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
GA IIDas Grundlagenausdauertraining II dient der Weiterentwicklung mit der intensiven und variablen Dauermethode. Du solltest im Bereich von 85 – 95 % deiner Bestleistung, mit einem Laktatwert zwischen 3 – 6 mmol/l und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 140 – 180 Schlägen je Minute trainieren. GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
GehpausenSind einzulegen von Anfängern, aber auch von Profis, wenn nach Verletzungspausen die Kondition wieder aufgebaut wird, oder wenn der Trainingsplan es erfordert. Bei Unwohlsein oder Ermüdung sind sie ebenfalls angebracht. Es ist besser zu gehen, als plötzlich stehen zu bleiben, um Kreislaufschwankungen zu verhindern. GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
GelenkschmerzenTreten meist im Knie auf, aber auch in der Wirbelsäule oder den Füßen. Es empfiehlt sich dann, das Tempo zu drosseln oder eine Gehpause einzulegen. Manchmal sind Unterkühlung oder intensive und zu lang andauernde Belastung bzw. Fehlbelastung der Grund. Gelenkschmerzen, die sich erst nach dem Training in Ruhepausen einstellen, können verschleißbedingt sein und sollten ernst genommen werden. GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
GeschwindigkeitBevor intensiv auf Geschwindigkeit trainiert wird, sollte der Laufstil ausgefeilt und das Kreislaufsystem langsam an die höhere Belastung gewöhnt werden. Die Geschwindigkeit wird beim Läufer nicht in km/h sondern in min/km angegeben. HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
HalbmarathonDie Hälfte der 42,195 km (Marathonstrecke) wird unter Hobbyläufern immer bekannter und populärer. Der Halbmarathon ist oftmals das erste große Ziel auf dem Weg zum Langstreckenläufer. Viele Marathonveranstalter binden die „Hälfte“ mitten ins Geschehen ein und gelangen zu immer mehr Startern. HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
HerzDas zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes. Das Herz hat zwei Vorhöfe. In den linken Vorhof münden die Lungenadern, die sauerstoffreiches Blut liefern und in den rechten die Venen mit sauerstoffarmem Blut. Das Herz hat normalerweise die Größe einer Faust, kann beim Leistungssportler jedoch größer und ausgeprägter sein (Sportherz). HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
HypertrophieGrößen- und Massenzunahme bei Organen, Geweben oder Zellen infolge von Training. Auch unter Muskelaufbautraining bekannt. HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
HöhentrainingTraining unter Sauerstoffmangelbedingungen. Die Verlegung des Trainings aus dem Flachland in die Höhe dient der Akklimatisierung und Vorbereitung auf Wettkämpfe in höheren Lagen oder dem Erzielen einer höheren Ausdauerleistung für den Wettkampf im Flachland. Als günstige Höhe hat 1800 – 2300 m über dem Meeresspiegel erwiesen. Das Sauerstoffangebot verringert sich um 16 – 24 % - unterhalb von 1800 m ist eine Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu gering, oberhalb von 2300m gestaltet sich die Reizwirkung des Sauerstoffmangels zu hoch und der Leistungsanstieg kann ausbleiben. „Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
„Hammer“ (Der Mann mit dem ...)Bei Kilometer 30 kommt „der Mann mit dem Hammer …“ – jedenfalls im Jargon der Marathonläufer. Gemeint ist der Punkt, bei dem der Körper langsam abbaut und jeder Schritt bis ins Ziel immer schwerfälliger wird. Es ist ein plötzlich auftretendes Gefühl der völligen Erschöpfung und muskulären Lähmung. „Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
„Hunger-Ast“Zustand einer Körperschwäche, verbunden mit heftigen Hungerempfindungen während des Laufens (Sports). Die Glykogenreserven des Körpers sind erschöpft. Sofortige Nahrungszufuhr (Glukose) behebt diese Situation kurzfristig. Eine rechtzeitige Nahrungszufuhr bei lang andauernden Belastungen ist wichtig. InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
InfektIm Sport stellt die Infektanfälligkeit nach Verletzungen und Überlastungsschäden am Halte- und Bewegungsapparat die häufigste Ursache für Trainingsbeeinträchtigungen dar. Infektgefährdet sind die Luftwege, die Harnwege und die Haut. Wird der Körper trotz eines Infekts weiter belastet, kann sich der Herzmuskel entzünden. Das betrifft nicht nur Sportler, sondern jeden von uns. Bei Infekten mit Fieber ist also absolute Ruhe angesagt, am besten Bettruhe. JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
JahresplanErfasst die gesetzten Ziele, und beschreibt die Trainingsabschnitte sowie die Struktur und den Aufbau des Trainings mit den Phasen der Steigerung und der Erholung. Für den ambitionierten Läufer bietet der Jahresplan eine Orientierungshilfe und einen Schutz vor falscher Einteilung – niemand hat Spaß daran, das ganze Jahr über ein gleichförmiges, reizloses Training zu absolvieren. Die anvisierten Wettkämpfe müssen daher mit dem Training abgestimmt sowie den familiären und beruflichen Ansprüchen und Vorgaben in Einklang gebracht werden. JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
JodJod ist Treibstoff für den Stoffwechsel der Schilddrüse. Das Schilddrüsenhormon Thyroxin steuert die Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und ist damit quasi der „Zündfunke“ für die Fettverbrennung. JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
JoggingJoggen verkörpert eine weltanschauliche Bewegungsform. Jogging ist eine Fortbewegungsart, bei der man läuft. Jedoch unterscheidet sich der Jogger vom Läufer aufgrund der Einstellung und dem Tempo. Der Jogger geht einem Hobby nach und ist in der Regel schneller als der Gehende oder der Walker, aber wohl langsamer als der sportliche Läufer. Ein ambitionierter Läufer ist einer Passion verfallen, und wirkt verletzt, wenn er als Jogger bezeichnet wird. JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
JohanniskrautSeit Jahrhunderten bewährte und geschätzte Heilpflanze. Der Name Johanniskraut ist von der Blütezeit der Pflanze abgeleitet, an Johanni zur Zeit der Sommersonnwende. Auszüge, Tees, und Öle des Johanniskrauts wirken wundheilend, schmerzstillend, erfrischend, belebend, Nerven stärkend, beruhigend, Herz schonend und Energie spendend. Johanniskraut wird bei Schlafstörungen, nervlicher Anspannung, und bei leichten Depressionen sowie Erschöpfungszuständen eingesetzt. Im Ausdauersport wird Johanniskraut bei intensivem Training verwendet, um Motivationsverlust und erschöpfungsbedingter Antriebsschwäche entgegen zu wirken. Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Jojo-EffektDer Jojo-Effekt beschreibt das Ab und Auf der Gewichtsentwicklung bei Diät-Kuren. Dank einer Diät lernt der Körper mit weniger Nahrung auszukommen, die Fettpolster schmelzen zwar, doch setzt bei einer Rückkehr zum normalen Essen oft eine Gewichtszunahme ein, und nicht selten auch ein Heißhunger auf alles zeitweise Vermisste. KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KalorienIm Volksmund und in der Literatur hat sich gleichwohl eingebürgert, von Kalorienverbrauch zu sprechen, wenn es um den Energieverbrauch durch körperliche Arbeit geht. Kalorien interessieren den Läufer, wenn von Energiebedarf und Energieverbrauch durch das Laufen gesprochen wird. Der Kalorienverbrauch hängt von der Individualität jedes Einzelnen, vom Körpergewicht, und der Geschwindigkeit des Läufers ab. KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KinderGegen Ausdauersport und Langlauftraining von Kindern gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegensatz zu früher sieht die heute gängige einschlägige Literatur kaum Bedenken im Lauftraining bei Kindern und Heranwachsenden. KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KnieDie Kniegelenke gehören zu den empfindlichsten, im Aufbau kompliziertesten und am stärksten belasteten Gelenken. Das Knie dient zugleich als Scharnier und Stoßdämpfer. Es kann beugen, strecken, gleiten und schützt zu alledem die Wirbelsäule bei jedem Schritt vor übermäßigen Erschütterungen. Um es zu stabilisieren wird es im Inneren von den Kreuzbändern und an beiden Seiten von den Außenbändern gehalten. Die Dämpfung erfolgt über die inneren und äußeren Menisci. Die über das Knie verlaufenden Sehnen werden durch Schleimbeutel geschützt, das Gelenk selbst durch die Kniescheibe (Patella). KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KnochenhautJeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Sie ist stark durchblutet und im Gegensatz zu dem Knochen selbst, von vielen Schmerzsensoren durchzogen. Über die Knochenhaut wird der Knochen versorgt und repariert. Wer sich den Knochen stößt oder bricht, spürt Schmerzen in der Knochenhaut. Eine Reizung der Knochenhaut, bis hin zur Entzündung tritt bei Läufern gehäuft an der Innenseite des Schienbeins auf. Sie geht einher mit Schmerzzuständen und Schwellungen, die sich bei steigender Belastung verstärken. Ursachen können wechselnde, harte Untergründe oder heftige Unebenheiten der Lauffläche sein. KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KohlenhydrateKohlenhydrate sind neben Fetten und Proteinen der dritte Hauptnährstoff und Energielieferant. Einfachzucker (Fruchtzucker)- und Zweifachzucker (z.B. Haushaltszucker) werden wegen des süßen Geschmacks auch süße Kohlenhydrate genannt. Vielfachzucker (Polysacharide) sind komplexe Kohlenhydratverbindungen, die langsamer vom Blut aufgenommen werden. In der Folge dessen, ist der Insulinanstieg moderater als bei Süßigkeiten, wodurch der Heißhungereffekt ausbleibt. Als gängige Lieferanten komplexer, für den Ausdauersportler wertvoller Kohlenhydrate bekannt sind Kartoffeln, Reis, Nudeln. Schon allein wegen der Ballaststoffe und der geschmacklichen Abwechslung sollten naturbelassene Produkte nicht vergessen werden. Kohlenhydrate werden in den Muskeln und in der Leber gespeichert. Die Vorräte reichen für eine Dauerlaufbelastung von etwa 30 Kilometern aus. In Abhängigkeit vom Anteil an Ballaststoffen und dem Zubereitungszustand (roh/gekocht) beträgt die Magenverweildauer der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel zwischen 1 und 4 Stunden. Erst im Dünndarm findet eine Aufnahme durch das Blut statt. KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KonditionPhysischer und psychischer Trainingszustand eines Sportlers. Unter Kondition wird das Zusammenwirken von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit verstanden. Letztere ist durch Training nur einer geringen Steigerung zugänglich. Die anderen Faktoren hingegen können durch gezieltes Training gut entwickelt werden. Neben der Kondition trägt die bewegungsspezifische Koordinationsfähigkeit wesentlich zu der Leistungsfähigkeit des Läufers bei. Die Koordination macht die Bewegung ökonomisch, und entlastet damit die Gelenke und den Stoffwechsel. Wichtig sind aber auch die der Leistungsfähigkeit entsprechenden psychischen Eigenschaften. Die psychische Belastbarkeit des Läufers muss mit den konditionellen Fähigkeiten übereinstimmen. KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KopfschmerzKönnen bei Ausdauersportlern ein Zeichen fortgeschrittener Dehydrierung sein. Das Durstgefühl stellt sich erst ab einem Defizit von 0,5% des Körpergewichts ein. Wer also 70 Kilogramm wiegt, dem fehlen bei einsetzendem Durst bereits 0,35 Liter. Ist der Rückweg dann noch länger als 5 Kilometer, kann es bereits unangenehm werden. KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KraftBei sportlichen Bewegungen entstehen Kräfte infolge der Muskelkontraktionen, der Gravitation, der Wechselwirkung der umgebenden Medien (Wasser, Luft) und der Masseträgheit. Beim Laufen steht die Kraft (im Sinne von Newton) nicht primär im Mittelpunkt. Die Kraftausdauer spielt eine größere Rolle. Insbesondere im Alter bilden sich einzelne Muskelgruppen zurück, so dass die Kraftvoraussetzungen gemindert werden. KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KraftausdauerIst eine konditionelle Fähigkeit, mit deren Hilfe der Läufer Kraftleistungen bei hohem Ermüdungswiderstand erbringen kann. Diese Fähigkeit ist in allen Laufdisziplinen erforderlich. Allerdings muss das Kraftausdauertraining der jeweiligen Disziplin angepasst werden. So absolviert ein 800-m-Läufer ein anderes Kraftausdauertraining als ein Marathonläufer. KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KrankengymnastikUnter Krankengymnastik (KG) ist die gezielte therapeutische Behandlung am Bewegungsapparat zu verstehen. In der Prävention kann die KG zum gezielten Muskelaufbau eingesetzt werden, beispielsweise nach einer längeren Pause oder zu Beginn einer Laufkarriere. Eine wichtige Aufgabe erfüllt die KG bei der Behandlung von akuten Schmerzsyndromen. Schließlich fällt ihr eine bedeutende Rolle bei der Rehabilitation zu – insbesondere nach Frakturen, Verstauchungen, Bandplastiken, Meniskusoperationen. KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KurzzeitausdauerIst eine Form der Ausdauer, die für Läufe zwischen ca. 15 Sekunden und 2 Minuten nötig ist. Beeinflusst wird die Kurzzeitausdauer vom Niveau der Schnelligkeits- und Kraftausdauerfähigkeiten. Seitens des Stoffwechsels spielt die anaerobe Energiebereitstellung die vorrangige Rolle. Die Kurzzeitausdauer kann ausschließlich bei einem hohen Niveau der Grundlagenausdauer optimal entwickelt werden. KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KälteKälte und Wind können bei unzureichender Kleidung auf einem langen Lauf zu ernsten Schwierigkeiten führen, besonders wenn Erschöpfung hinzukommt. Daher ist Funktionskleidung bei Kälte unerlässlich. Mehrere Schichten sind ratsam (Zwiebelmethode), dabei sollte keine Schicht den Schweißtransport unterbrechen. Je trockener die Haut, desto besser. Bei einem Trainingslauf mit Wind und Kälte ist es ratsam, eher zu warm als zu kalt gekleidet zu sein. KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
KörperfettJeder Körper benötigt Fett, nur zu viel oder zuwenig ist schädlich. Frauen und ältere Menschen haben im Verhältnis mehr Körperfett als Männer und Jüngere. Im Alter steigt der Fettanteil, weil sich hormonell bedingt in der zurückbildenden Muskulatur Fett einlagert und die Regenerationszeiten länger werden. Ob das Körper-Gewicht zur Größe passt sagt der Body-Mass-Index (BMI). Um den Körperfettanteil zu bestimmen, stehen eine Reihe von Verfahren mit unterschiedlicher Genauigkeit zur Verfügung. Die Ganzkörperauftriebsmessung ist sehr aufwendig. Andere Methoden sind die Infrarot-Reflexmessung oder die aufwendige Impedanzmessung. Häufig werden auch so genannte Speckzangen verwendet, mit denen an definierten Körperstellen die Hautfaltendicke gemessen wird. Zur Errechnung eines durchschnittlichen Mittelwertes wird die nach dem Brocca-Index empirisch entwickelte Faustformel herangezogen. Frauen: Körperfettgehalt in % = 0,25 x Lebensalter + 25,85, Männer: Körperfettgehalt in % = 0,30 x Lebensalter + 11,3 LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
LaktatDas Laktat (Salz der Milchsäure) entsteht als Produkt des anaeroben Zellstoffwechsels. Im Muskel kann die Energiegewinnung – je nach Bedarf – auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Für die plötzliche schnelle Bewegung und als Startenergie stehen das Adenosintriphosphat (ATP), und das Kreatinphosphat (KP) zur Verfügung, die allerdings nur für weniger als 30 Sekunden intensiver Bewegung ausreichen. Für länger dauernde Leistungen muss der Muskel entweder Kohlenhydrate oder Fett durch Oxidation (aerob) im sogenannten Zitronensäurezyklus in Energie umwandeln oder Kohlenhydrate unvollständig unter Eingehung einer Sauerstoffschuld (anaerob) bis auf die Stufe der Milchsäure (Laktat) abbauen. Aerobe und anaerobe Energiegewinnung finden bei der Ausdauerbelastung immer gemeinsam statt, jedoch je nach Intensität in unterschiedlicher Verteilung. Die anaerobe Kohlenhydratverwertung findet ihre Grenze durch die Anhäufung von Laktat bis hin zur Übersäuerung. Der zur Energiegewinnung notwendige chemische Prozess wird hierdurch behindert, der Muskel ermüdet, die Belastung muss abgebrochen werden. Das Laktat ist damit ein unverzichtbares Produkt des muskulären Stoffwechsels. Es wird in der Leber, dem Herzen der Niere und den unbeanspruchten Muskeln abgebaut. Bei mäßiger, d.h. konditionsangepasster Ausdauerleistung kann die Entstehung und der Abbau von Laktat im Gleichgewicht bleiben, so dass die Erschöpfung sehr langsam eintritt. Je nach Trainingsintensität liegt die Energiegewinnung mehr im aeroben oder bereits stark im anaeroben Bereich. Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Laktose/-intoleranzDie Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) ist weit verbreitet. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, bis hin zu schleichenden chronisch werdenden Darmentzündungen sind die fatalen Folgen, wenn die Unverträglichkeit lange unerkannt bleibt. Das für die Aufspaltung des Milchzuckers erforderliche Enzym Laktase bildet sich mit fortschreitendem Alter mehr oder weniger zurück. Vom Umfang der Rückbildung hängt es ab, wie viel und welche Milchprodukte man noch verträgt. LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
LaufbandSportgerät, das das Laufen in geschlossenen Räumen und nicht in der Natur ermöglicht. Wind, Wetter, Kleidung und Bodenbeschaffenheit spielen auf dem Laufband keine Rolle. Laufbänder werden in diversen Ausführungen und verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals kann die gelaufene Geschwindigkeit und Zeit manuell eingestellt werden. LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
LaufkleidungWer läuft nicht gerne bei 20 Grad und Windstille. Meist ist es kälter, wärmer oder gar heiß, windig, regnerisch, oder von allem etwas. Laufkleidung sollte für jede Witterung den optimalen Schutz bieten. Gerade beim Laufen über lange Strecken kann das Wetter heftig schwanken. Die richtige Kombination schafft hierfür Vorsorge. Laufkleidung muss deshalb den Körper vor Wind und Kälte schützen, zugleich aber die Hitze und den Schweiß nach außen ableiten. Die früher übliche Baumwollkleidung wird diesen Anforderungen nicht gerecht. Moderne Kunstfasern aus Polyester oder Polyamid, werden durch Tetraform oder Hohlkammeraufbau zu Spezialfasern und damit für die Sportkleidung besonders aufbereitet. Sie ist hierdurch noch dampfdurchlässiger, und hält den Körper weitgehend trocken. Schweiß wird an die Oberfläche geleitet und es stellt sich zudem eine beachtliche Wärmeisolation ein. Kunstfasern quellen nicht, saugen sich nicht voll und sind leicht zu reinigen. Übermäßige Verdunstungskälte wird mit ihnen genauso vermieden, wie Stauwärme. Synthetische Sportkleidung ist dank der Kunstfasern strapazierfähig und pflegeleicht. Bei der Laufkleidung kommt es schließlich auf die richtige Kombination an. Dabei hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Auf ein Trägerhemd kann beispielsweise ein T-Shirt und darüber eine Weste als Wind und Wasserstopper folgen. Bei wechselnder Witterung während des Laufs kann dadurch angepasst reagiert werden. Wichtig bleibt, dass die unteren Schichten durchgängig den Dampf und Wassertransport gewährleisten. LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
LaufschuheDie richtigen Laufschuhe sind das bedeutendste Equipment eines jeden Läufers. Es gibt keine Sportart, die sich so flexibel ausüben lässt, wie das Laufen. Neben der richtigen Auswahl von Funktionstextilien und Socken, ist die Schuhauswahl das Allerwichtigste. LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
LaufseminarLaufseminare und organisierte Laufurlaubsreisen sind die ideale Kommunikationsplattform für Läuferinnen und Läufer, um sich für die Passion einmal richtig Zeit zu nehmen, um etwas dazuzulernen und um dem Training einen Kick zu geben. Das gemeinsame betreute Training und die Abwechslung im Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Rahmenveranstaltungen gehören Workshops zur Verletzungsprophylaxe, Ernährungstipps, Video-Laufstilanalyse, Trainingslehre und Trainingsplanung, sowie individuelle Angebote wie die Leistungsstandanalyse mit Laktatmessung, spezifische Regeneration mit Physiotherapie und Massage. LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
LaufstilLaufstile verhalten sich ähnlich wie Charaktere, sie sind vielfältig und nur schwer zu ändern. Der erste Schritt zur Änderung ist die Einsicht. Beim Laufstil ist es die Selbstwahrnehmung, die den Weg zur Verbesserung ebnet. Die Analyse erfolgt bei einem langen Lauf mit Hilfe eines versierten Lauffreundes oder einer Videokamera. Fußbewegungsanalysen können bei spezialisierten Schuhhändlern mit Hilfe von videoüberwachten Laufbändern erstellt werden. Der Laufstil des Langstrecklers ist desto besser, je wirtschaftlicher er in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit ist. Ineffiziente Eskapaden beim Bewegungsablauf erweisen sich als störend. LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
LaufstreckeDie Laufstrecke sollte zumindest bei einer längeren Einheit bekannt sein. Nur so ist man vor Überraschungen sicher. Plötzlich einsetzendes Unwetter, ein Unterschätzen der Streckenlänge, Verletzungen unterwegs oder gar ein Verlaufen könnten sonst fatale Folgen haben. Rundstrecken bieten mehr Abwechslung, Pendelstrecken erleichtern eine Einschätzung der verbleibenden Reststrecke. Die Auswahl der Laufstrecke entscheidet wesentlich über die Spaßkomponente beim Lauf. Zu harter, unebener Untergrund, Kopfsteinpflaster, intensiver Straßenverkehr und Abgase, oder auch Hunde die aus Grundstücken „hervor schießen“ können dem Lauferlebnis äußerst abträglich sein. Der ferne Panoramablick hingegen, die duftige Waldluft, der frische Morgentau, die sengende Sonne, der knirschende Schnee unter den Füßen oder der Schweiß treibende Bergpfad versprechen unvergesslich schöne Lauferlebnisse. Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Lauftagebuch (Trainingsdokumentation)Ein sinnvolles Lauftagebuch ist immer auch ein Trainingsplaner – es blickt zurück und sieht nach vorn in die Zukunft. Jede Form von Buchführung kann auch zu einer Einbuße von Lauflust, Abwechslung und Spaß beitragen. Wer ein Lauftagebuch führt, lernt sehr schnell die Anpassungsfähigkeit des Körpers kennen, soweit nur in regelmäßigen Abständen eine Referenzstrecke (in gleicher oder kürzerer Zeit) gelaufen wird, die mit einer Herzfrequenzmessung einhergeht. Daneben sind für Zusatzinformationen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Kilometerleistung der Laufschuhe kann hier genauso Eingang finden, wie die Wetterbedingungen, Wegstrecken, Laufbegleiter, Wettkampfzeiten, Körpergewicht, Herzfrequenz. Lauftagebüber sind in jedem LEX-Geschäft erhältlich. LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
LauftempoIst die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Laufstrecke zurückgelegt wird. In der Praxis wird sie in Kilometer/Stunde (km/h) oder Minuten/Kilometer (min/km) angegeben. LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
LauftreffDer Lauftreff, zu dem sich ein- oder mehrmals wöchentlich Läufer der Umgebung versammeln um in verschiedenen Leistungsgruppen ihrem Sport zu frönen. Obwohl der Laufsport oft als Sport der Einzelgänger verstanden wird, ist es der Lauftreff der die Gruppendynamik anregt. Einerseits wird der Ehrgeiz geweckt und die Laufmotivation gesteigert, andererseits auch das gezügelte, dem gemeinsamen Tempo angepasste Laufen geübt. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Vorbereitung auf Wettkämpfe und besonders die gegenseitige Unterstützung. Besonders bei langen Läufen und bei Nachttraining bietet der Lauftreff exzellente Vorteile. LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
LeistungsdiagnostikDie Leistungs- und Trainingsdiagnostik dient der besseren Trainingssteuerung. Als Verfahren der Leistungsdiagnose, das heißt der Erfassung sowie Beurteilung der sportlichen Leistungen und der aktuellen Leistungsfähigkeit bzw. des aktuellen Leistungszustands. All dies geschieht auf der Grundlage von Kennwerten, Kennlinien, Merkmalen des Leistungsvollzuges sowie von Kennwerten der wesentlichen personalen Leistungsvoraussetzungen. Darin einbezogen sind die Relationen der ermittelten Daten, insbesondere die Struktur des Leistungssystems. MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
MagnesiumSpielt eine zentrale Rolle im Elektrolythaushalt und ist insbesondere für den Muskelstoffwechsel von Bedeutung. Magnesiummangel führt zu Reizbarkeit, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühl und nächtlichen Muskelkrämpfen. Eine ausreichende Magnesiumkonzentration in den Zellen vermindert die Verletzungsanfälligkeit des Muskels und das Risiko von Arteriosklerose und Herzinfarkt. Die Umsetzung von Trainingsreizen in der Regenerationsphase wird durch eine ausreichende Magnesiumversorgung gefördert, womit zugleich die Leistungsfähigkeit steigt. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium kann sich bei psychischem, auch beruflichem Stress, bei Schwangerschaft, Alkoholmissbrauch und bei hohem Schweißverlust, zum Beispiel nach intensivem Ausdauersport, ergeben. MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
MakrozyklusIst eine Trainingsetappe von einem halben Jahr (mit Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode), ein Jahr (bei Einfachperiodisierung) bis hin zu mehreren Jahren (Olympiazyklus). Die inhaltlichen Schwerpunkte werden durch die einzelnen Ziele und Aufgaben des Trainings im Mehrjahresaufbau bestimmt. MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
MarathonlaufDer Marathonlauf mit einer Länge von 42,195 km hat sich in den siebziger Jahren, von den USA kommend, weltweit zu einer bedeutenden Volkssportart, und nicht zuletzt zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu den größten Marathonläufen zählen Berlin, Hamburg, San Francisco und London. Der älteste europäische City-Marathon findet seit 1979 in Stockholm statt. Läufer werden zunehmend auch von exotischen Veranstaltungen angezogen, wie der Nacht von Biel (100 km), dem Marathon auf der Insel Helgoland oder gar den Marathonläufen in der Sahara, dem Südpol, im Salzstollen, Straßentunnels am Eröffnungstag, dem Alpin Marathon in Liechtenstein oder den 42,195 km auf der Chinesischen Mauer. MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
MarathontrainingVor allem die erstmalige Vorbereitung eines Marathonlaufes ist in der Laufbahn eines Läufers etwas ganz Besonderes. Der Gedanke 42,195 km ununterbrochen laufen zu können muss sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergehen. Eine Vorbereitung, wie sie für 10 km praktiziert wird, reicht dafür nicht aus. Wenn ich mir über das Ziel genau im Klaren bin, dann stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Systematik. Grundlagentraining, Wettkampftempo und die Schaffung einer Geschwindigkeitsreserve sind die drei Haupttrainingsbereiche, die ich immer im Auge haben muss. Dazu kommt noch ein sinnvoller Wochen und Mehrwochenaufbau, der durch eine klare Be- und Entlastungsrhythmik gekennzeichnet ist. MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
MarschtabelleEine Marschtabelle erleichtert die Renneinteilung, wenn es um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht. Denn die richtige Einteilung ist bei einem Langstreckenlauf eine Grundvoraussetzung zum Schutz vor dem Scheitern. Wenn endlich der ersehnte Startschuss ertönt ist das Wettkampffieber oft nicht zu zügeln. Die gestaute Kraft kann sich endlich entfalten, die Bewegung läuft rund, nichts tut weh, Monate der Vorbereitung werden nun auf eine Karte gesetzt und man hofft durch schnelles Angehen zügig Kilometer zu fressen, vielleicht ist heute der Tag, um über sich hinauszuwachsen. Der persönliche Übermut und das scharfe Anfangstempo der anderen regeiren. Auf der mittleren Distanz kann man der Überforderung noch entgehen und sich mit mäßigem Tempo im letzten Drittel meist in mittelmäßiger Zeit ins Ziel retten. Auf der Marathondistanz ist eine falsche Einteilung, besonders das zu schnelle Angehen, der Anfang eines schlimmen Leidens. Dieser Lauf wird allein wegen der Schmerzen, der Gehpausen und der Gedanken an das Aufgeben in Erinnerung bleiben. Was hilft, ist die Marschtabelle. Sie gibt Auskunft über die jeweilige Zwischenzeit. Ein kleiner Zettel an der Uhr, auf dem die Zwischenzeiten in 5-Kilometer-Schritten verzeichnet sind, genügt, um zu wissen, ob man noch im Korridor für die anvisierte Endzeit läuft. MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
MeniskusDie Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die auf der Oberseite des Schienbeinknochens liegen (innerer und äußerer Meniskus). Die Menisken im Kniegelenk haben die Aufgabe, den Raum zwischen den Gelenkflächen auszugleichen und zu stabilisieren. Daneben dienen sie der Gelenkführung und der Abfederung von Stößen. Besonders empfindlich sind die Menisken gegen starke Drehbewegungen, Überstreckung oder -beugung. Der innere Meniskus ist sowohl mit der Gelenkkapsel wie auch mit dem inneren Seitenband verwachsen, was im Verletzungsfall zu kombinierten Schäden führen kann. Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Mesozyklus (MEZ)Eine Trainingsetappe von ca. 2 – 6 Wochen. Die Inhalte unterscheiden sich z.T. maßgeblich voneinander. So gibt es Vorbereitungs-, Ausprägungs-, Regenerations- oder Kontroll-MEZ. Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Mikrozyklus (MIZ)Kleinster Trainingsabschnitt innerhalb eines Trainingsjahres mit einer Dauer bis zu 8 Tagen. Im Training werden sehr spezielle Aufgaben (Bsp.: Entwicklung besonderer Fähigkeiten, Regeneration, spezielle Wettkampfvorbereitung) gestellt. MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
MineralstoffeBenötigt der Körper insbesondere zur Elektrolytversorgung. Wichtige Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der trainierte Körper des Ausdauersportlers kann zwar mit seinen Mineralvorräten besser haushalten als der Untrainierte, dennoch gehen durch langes Schwitzen auch erhebliche Mengen an Mineralien verloren. Ausgewogene Kost mit frischem Obst und Vollkornprodukten kann den Mineralienbedarf des Freizeitsportlers decken. In Zeiten intensiven Trainings kann insbesondere die Zugabe von Magnesium und Natrium sinnvoll sein. MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
MotivationDer Bewegungsdrang ist jedem Menschen eigen, doch um aus ihm einen Läufer zu machen, bedarf es einer guten Portion Motivation – „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Wer mit dem Laufen beginnt, ist motiviert, weil sie/er sich von der Euphorie anderer anstecken lässt oder weil das Laufen zur Erhaltung der Fitness als Gegenstück zum Büroalltag oder als Mittel zur Gewichtsreduktion entdeckt wurde. Wer bereits regelmäßig läuft, muss sich motivieren dranzubleiben, denn eine einmal erlangte Kondition lässt nach wenigen Wochen Pause bereits spürbar nach. Motivation lebt auch von Regelmäßigkeit. Doch leicht neigt der Läufer auch zur Übermotivation. Ist es ein Wettkampf, der Anschluss an die Zeit des Mitläufers, die Hoffnung auf die gute Form des Vorjahres oder einfach der Wunsch einmal eine Marathonzeit unter 3 Stunden zu schaffen. Sinnvoll ist deshalb eine planvolle moderate Steigerung der Laufumfänge nach einem durchdachten Trainingsplan und der unbedingte Wille auf die innere Stimme zu hören, wenn plötzlich die Lust nachlässt. MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
MuskelfaserIn der Muskelzelle wird chemische Energie in mechanische Energie umgewandelt. Mehrere Muskelzellen haben die Form einer Faser. Sichtbare Fasern sind eigentlich Bündel von Muskelzellen, eine Faser besteht aus etwa 1000 Zellen. In der Normalverteilung der Muskelfasern ist eine Hälfte schnell kontrahierend (FastTwitch-Fasern, FT-Fasern), die andere Hälfte zieht sich langsamer zusammen (SlowTwitch-Fasern, ST-Fasern) und ist damit für die Ausdauerleistung zuständig. Bei Spitzenläufern ist die Verteilung einseitiger. Sprinter verfügen über mehr schnell kontrahierende Zellen, bei Langstrecklern ist es umgekehrt. Durch Training wird die Effizienz der Energieversorgung, das heißt der Zellstoffwechsel, und die Blutversorgung zur Sauerstoffzufuhr verbessert. Außerdem nimmt der Umfang der Muskelzelle zu und damit ihre Vortriebsleistung. Zu niedrige Laufgeschwindigkeit und lange monotone Läufe vernachlässigen die schnellen Fasern. MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
MuskelfaserrissOhne Vorwarnung kann es in einem überlasteten Muskel zu einem Faserriss kommen. Es tritt ein heftiger stechender Schmerz auf, meist entsteht ein auch von außen sichtbarer Bluterguss, beim Riss eines ganzen Muskelstrangs kann an der verletzten Stelle von außen sogar eine Lücke tastbar sein. MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
MuskelkaterTritt meist einen Tag nach einer sportlichen Überlastung auf. Der überanstrengte Muskel weist feine Risse (Mikrorupturen) in den Muskelfasern (Z-Scheiben) auf. Durch diese Risse dringt langsam Wasser ein, weshalb sich nach einem Tag kleine Ödeme gebildet haben, die mit der einhergehenden Schwellung den stechenden Schmerz auslösen, der andauert, bis der Heilungsprozess fortgeschritten und damit die Schwellung abgebaut ist. Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Muskuläre DysbalanceDie muskuläre Dysbalance kann ein ernst zu nehmendes Ungleichgewicht zwischen mehreren, an einem Gelenk ansetzenden Muskeln darstellen. Bei Läufern ist häufig die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur betroffen. Auslöser ist ein einseitiges oder unsachgemäßes Training. Ältere Läufer sind durch die altersbedingte Rückbildung der weniger beanspruchten Muskulatur besonders anfällig für die Entstehung eines muskulären Ungleichgewichts. Folgen sind neben der Leistungseinschränkung, Verspannungen und schlappem Schritt auch Gelenkschmerzen und Haltungsfehler. Man kann zwar oft noch weiter laufen, doch die biomechanische Einschränkung beeinträchtigt den Laufgenuss nachhaltig. Gegenmaßnahmen und Vorsorge bietet zum einen regelmäßige Ausgleichsgymnastik und ein Dehnungsprogramm nach dem Training, dazu ist die gezielte Stärkung und der Aufbau des schwächeren Gegenspielers sinnvoll. NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
NachbereitungAuch das Verhalten nach Training und Wettkampf will gelernt sein. Unmittelbar nach dem Training oder Wettkampf ist es angenehm, die Beine hoch zu lagern bzw. an einer schattigen Stelle auszuschütteln. Ein lockeres Dehnprogramm kann nach einer kurzen Verschnaufpause angeschlossen werden. Es ist nur dann wirkungsvoll, wenn es auch vorher schon regelmäßig praktiziert wurde. Nach besonders harten Trainingsläufen/Wettkämpfen bitte nur sehr sensibel dehnen. Eine Überstrapazierung der ohnehin stark beanspruchten Muskeln, Muskelansätze und Sehnengewebe muss nicht sein. Manchmal sind eine Massage oder ein Schütteln der Beine viel angenehmer. NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
NahrungsergänzungsmittelWerden von Sportlern zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung der täglichen Ernährung hinzugefügt. Ihr Einsatz und die Notwendigkeit sind im Freizeitsport umstritten. Im Leistungssport sowie vor und während des Wettkampfs können Nahrungsergänzungen sinnvoll sein. Zu den wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bevor an eine Nahrungsergänzung gedacht wird, sollte zuallererst auf eine abwechslungsreiche Vollwerternährung mit Vollkornprodukten, fettarmen, weißem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse geachtet werden. NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
NasenpflasterÜber dem Nasenrücken angebracht, wird mit Hilfe des Nasenpflasters, eine Spannung auf die Nasenflügel ausgeübt um durch die Weitung den Luftdurchgang zu erleichtern. Die Wirkung ist umstritten. Bei einer starken Atmung, wie etwa im Wettkampf, erscheint eine Unterstützung der Durchgängigkeit des Nasenkanals und damit der Atmung nicht ausgeschlossen, weil es ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den entstehenden Unterdruck verhindert. Da aber bei intensiver Atmung in der Regel auf Mundatmung umgestellt wird, erscheint Kritikern der Effekt relativiert. NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
NatriumWährend des Marathon oder einer Langstreckenbelastung ist der Mineralstoff unerlässlich. Bei langer Belastung wird über den Schweiß besonders viel Salz verloren. Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
Nordic WalkingMitte der 90er Jahre, in Finnland als Sommertraining der Skilangläufer entstandene Ausdauersportart, die Bewegungsabläufe des Walking und des Skilanglauf miteinander verbindet. In den Skandinavischen Ländern hat das Nordic Walking bereits über 1 Million Anhänger gefunden. Achselhohe Stöcke unterstützen den vom Langlauf bekannten federnden Schritt in der Abstoßphase. Nordic Walking gilt als Gelenk schonender Freizeit – und Gruppensport, der sich besonders auch für Anfänger eignet oder nach einer längeren Pause den Wiedereinstieg erleichtert. Nordic Walking bietet viel Halt und Trittsicherheit, wodurch sich diese Sportart zudem für die Rehabilitationsphase nach Sportverletzungen eignet. Zudem verbessert sich die Oberkörperhaltung. NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
NüsseNüsse sind geeignete Bestandteile der Sportlernahrung. Sie sind reich an Kohlenhydraten, Spurenelementen, Ballaststoffen und Ölen. Besonders wertvoll an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse und Haselnüsse. OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
OberschenkelmuskulaturDie hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiocrurale Muskulatur) besteht aus dem Musculus biceps femoris, Musculus semitendinosus und Musculus semimembranosus. Bewegungsmäßig ist sie an der Beugung des Knie- und der Streckung des Hüftgelenks beteiligt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Musculus quadriceps femoris) besteht aus vier Muskelgruppen: Musculus rectus femoris, Musculus vastus medialis, Musculus vastus lateralis und Musculus intermedius. Die drei letzteren ziehen nur über das Kniegelenk und zeichnen sich für dessen Streckung verantwortlich. Der Musculus rectus femoris zieht auch zwecks der Beugung über das Hüftgelenk. OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
OsteoporoseDas Wort Osteoporose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „poröser Knochen“. Darunter versteht man die Abnahme der Knochendichte in zunehmendem Alter. Besonders bei Frauen können durch Östrogen- (nach den Wechseljahren) und Kalziummangel Ermüdungsbrüche auftreten. Unsere Knochen sind keineswegs aus festem, harten Material, das sich nicht verändert, sondern ein dynamisches, sich veränderndes Gewebe. Wir alle kennen das Längenwachstum, aber kaum jemand weiß von der Tatsache, dass auch die Knochenmasse bis etwa zum 35. Lebensjahr zu – und danach wieder abnimmt. Wird der Abbau der Knochenmasse übermäßig stark, spricht man von der Krankheit Osteoporose. Die Folgen sind erhöhte Knochenbruchgefahr, ein Zusammensinken der Wirbelsäule, verbunden mit Schmerzen, Muskelverspannungen und Überlastung von Gelenken und Bändern. Im hohen Alter kann Osteoporose leicht zu Oberschenkelhalsbrüchen führen, welche die Mobilität der betagten Menschen in der Regel bis zum Lebensende einschränken. PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
PatellasehneUnter Patellasehne versteht man das Kniescheibenband (ligamentum patellae). In der Sehne des vierfachen Oberschenkelmuskels (M. Quadrizeps femoris) ist die Kniescheibe (Patella) eingelagert. Unterhalb der Kniescheibe bilden die Hauptzüge dieser Sehne die Patellasehne, die ihren Ansatz an der vorderen Schienbeinkante (tuberositas tibiae) hat. Der Patellarsehnenreflex gilt als wichtiger diagnostischer Test zur Prüfung des Lendenmarks. PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
PeriodisierungBedeutet die spezifische Zeitskala und das Zeitformat der unterschiedlichen Bestandteile eines Trainingsplans. Das Trainingsleben eines Sportlers ist ein konstanter Zyklus, bestehend aus harter Arbeit mit daraus folgender Ermüdung, Erholung bzw. Regeneration, Leistungsverbesserung und Pause i.S.d. körperlichen und mentalen Ruhe. Die Periodisierung ermöglicht einen methodischen, ansteigenden, logischen Entwicklungsplan für den Sportler und seinen Trainer. Ziel ist es den Läufer zum richtigen Zeitpunkt in Topform zu bringen. PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
PhysiotherapieArt der Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen mit zumeist Natur gegebenen Mitteln wie Wasser, Kälte, Wärme, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie, Akupressur. Die physiotherapeutischen Maßnahmen tragen zur Rehabilitation nach Verletzungen bei, regen Regenerations- und Kompensationsvorgänge an, verbessern die Kondition, dienen der Erholung und Förderung der Gesundheit des Sportlers. Angewendet wird die Physiotherapie in der Trainings- und Wettkampfvorbereitung, in der Phase der Erholung, zur Vorbeugung vor Verletzungen oder zum Aufbau nach operativen Eingriffen. PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
PlattfußBei Abflachung des Längsgewölbes des Fußes entsteht ein Plattfuß (Pes planus), der die Statik des Fußes durch Überpronation zusätzlich stört. Im Extremfall kann sogar der Fußinnenrand niedriger stehen als der Fußaußenrand, so dass Mittelfußknochen und Zehen nach außen rotieren. Ursachen für einen Plattfuß liegen u.a. in der Überdehnung oder unzureichenden Ausbildung des Sehnen-Band-Muskel-Apparates der Fußsohle oder chronischer Ermüdung durch überlange Läufe. In der Folge kann es zu Ruhe- und Belastungsschmerz in den Mittel- und Vorfußgelenken kommen. Speziell nach langen Läufen können aufgrund der veränderten Beinstatik Schmerzen im Sprung-, Knie- und Hüftgelenk auftreten. Auch sind allgemeine Müdigkeit der Füße und auch Hornhautschwielen an hoch belasteten Stellen der Fußsohle zu beobachten. Ärztliche Maßnahmen liegen in der Unterstützung des Längsgewölbes. PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
PrellungDie Prellung ist eine Quetschung der Weichteile, des Fettgewebes unter der Haut oder der Muskulatur und kann auch zu einer Gelenks- und Knochenschädigung führen. Sie entsteht durch direkte Gewalteinwirkung eines Sturzes, Schlages oder Stoßes. Das Ausmaß der Verletzung hängt vom Grad der Gewalteinwirkung sowie dem Grad der Empfindlichkeit des betroffenen Gewebes der jeweiligen Person ab. Oft kommt es auch zum Zerreißen von Blutgefäßen und damit zur Entstehung von Blutergüssen. Besonders häufig betroffen sind Fuß, Knie, Oberschenkel und Ellbogen. PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
PronationBeim Laufen wird mit Pronation das leichte Einknicken des Fußes nach innen während des Abrollvorgangs beschrieben. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Dämpfungsmechanismus des Körpers. Knickt der Fuß während der Abrollphase übermäßig nach innen, handelt es sich um eine Überpronation, hervorgerufen durch zu schwach ausgeprägte Muskulatur oder orthopädische Fehlstellungen. Der Bewegungsapparat kann dabei überlastet werden. PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.
PulsDie Herzschlagfrequenz, auch der Puls genannt, liegt zwischen 35 Herzschlägen pro Minute – Ruhepuls bei austrainierten Ausdauersportlern – und mehr als 200 Schlägen bei jungen Menschen und Hochleistungssportlern während des Wettkampfes. Der Normalwert beim Ruhepuls bewegt sich zwischen 50 und 70. Der normale Trainingspuls eines Ausdauersportlers bewegt sich zwischen 120 und 160. Der Puls kann individuell sehr verschieden sein. Er verändert sich durch Training bzw. mit zunehmendem Alter.